Boden und Substrate
Passende Substrate für unterschiedliche Pflanzansprüche.
Die Bodenwahl entscheidet über Erfolg oder Misserfolg. Rasen- und Wiesenflächen gedeihen optimal auf leichtem, gut drainiertem Untergrund. Übermäßig nährstoffreiche Böden fördern Beikrautwuchs und schwächen die Widerstandsfähigkeit der Grasnarbe. Unsere Empfehlung: Eine Kombination aus Mutterboden mit geringen Kompostanteilen verbessert die Struktur, ohne eine Nährstoffüberversorgung zu erzeugen.
Staudenbeete und Pflanzflächen hingegen profitieren von einem hohen Anteil organischer Substanz. Ein mit Kompost und weiteren organischen Komponenten angereicherter Boden schafft ideale Wachstumsbedingungen. Hier bewährt sich eine Mischung aus Mutterboden, Kompost und gegebenenfalls Sand zur Optimierung der Wasserdurchlässigkeit.
Für Gefäßbepflanzungen sind spezialisierte Substrate notwendig, die Wasseransammlungen verhindern. Diese bieten ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Feuchtigkeitsspeicherung und Luftzirkulation. Eine Zusammensetzung aus Torf, Perlit und Kompost erfüllt diese Anforderungen optimal.
Baumpflanzungen verlangen nach tiefgründigen, nährstoffreichen Substraten mit guter Belüftung, um kräftiges Wurzelwachstum zu ermöglichen und Fäulnis vorzubeugen. Eine Kombination aus Mutterboden, Kompost und optional lehmhaltiger Erde schafft optimale Startbedingungen.
Für Spezialanwendungen wie Rasenneuanlagen eignet sich Rasensaatsubstrat durch seine feine Körnung und ausgewogene Nährstoffausstattung. Moorbeetsubstrat ist perfekt für säureliebende Pflanzen wie Rhododendren oder Azaleen. Rindenmulch und Holzhackschnitzel dienen als Bodenabdeckung zur Beikrautunterdrückung und Feuchtigkeitserhaltung.
In Berlin-Brandenburg, wo natürlicher Mutterboden wegen dünner Humusschichten und geringer Bodengüte Mangelware ist, wird dieser meist industriell erzeugt. Der Herstellungsprozess umfasst Sammlung, Zerkleinerung, Kompostierung und Siebung organischer Reststoffe aus verschiedenen Quellen. Der durch RAL-zertifizierte Betriebe produzierte Kompost enthält diverse organische Materialien und verbessert Bodenstruktur sowie Nährstoffhaushalt.
Wir führen ein umfassendes Sortiment an Böden, Substraten und Baustoffen für jeden spezifischen Bedarf.
Bodenverbesserung
Beschaffenheit, Beimengungen und Nachsorge im Detail.
Unsere Vegetationstragschicht entsteht durch die Beimischung von Zuschlägen wie Sand, Lehm, Ton, Kies und Splitt zum Mutterboden. Wir beziehen ausnahmslos qualitätsgeprüften Oberboden von zertifizierten Produzenten, deren Produktion durch unabhängige Sachverständige fortlaufend kontrolliert wird. Die entsprechenden Zertifikate, Prüfberichte und Herkunftsbelege stellen wir Ihnen auf Anfrage gern bereit.
Da die Herstellung auf verschiedenen organischen Ausgangsmaterialien basiert, können Beimengungen wie Steine, Holzreste, Kunststofffragmente, Glas, Beton und Keramik vorkommen. Diese resultieren aus den Sammel- und Produktionsvorgängen. Trotz sorgfältiger Vorsortierung und Siebung lassen sich nicht sämtliche Beimengungen eliminieren.
Die RAL-Gütesicherung definiert Toleranzwerte: „Flächensumme ausgelesener Fremdstoffe über 2 mm maximal 25 cm²/l FS“. Zu beachten ist, dass die Komposte für die Substratproduktion nicht sterilisiert werden und daher Beikrautsamen sowie Pflanzenreste enthalten können. Nach dem Auftrag der Vegetationsschicht kann es zu Beikrautaufwuchs durch Samen (beispielsweise Melde, einjähriges Rispengras) und Wurzelausläufer (beispielsweise Quecke, Giersch, Schachtelhalm) kommen. Diese Erscheinungen sind naturbedingt und stellen keinen Produktmangel dar. Oberflächliche Beimengungen entfernen wir bereits beim Einbau und der Feinplanie. Anfänglich auftretende Beikräuter beseitigen wir durch kontinuierliche Pflegemaßnahmen; auf Rasenflächen verschwinden sie häufig durch regelmäßigen Schnitt von allein.
Wiederverwendung von Boden
Wirksame Verfahren zur Bodenoptimierung und Aufwertung.
Häufig ist ein kompletter Bodenaustausch nicht erforderlich. Stattdessen lässt sich die Bodenqualität durch gezielte Zugabe geeigneter Materialien deutlich verbessern. Zur Steigerung der Bodenfruchtbarkeit können fehlende organische Bestandteile etwa durch Kompostzugabe ausgeglichen werden. Leichte, sandige Böden gewinnen durch Beimischung lehmhaltiger Komponenten an Bindekraft sowie verbesserter Wasser- und Nährstoffspeicherfähigkeit. Schwere, verdichtete Böden werden durch Einarbeitung poröser Materialien wie Sand oder Perlite aufgelockert und durchlässiger gemacht. Sämtliche Bodenverbesserungsmittel sollten sorgfältig eingearbeitet werden, um eine homogene Verteilung und optimale Wirkung sicherzustellen.







